1938 Mercedes-Benz 170 VS Geländesportroadster

Artikel-Nr.: ATC 07024

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Mit dem Stern ins Gelände

 

Mit Beginn der zweiten Hälfte der 1930er Jahre zeichnete sich unter den bedeutenden deutschen Kraftfahrzeugherstellern das Bild ab, einzelne Personen- und Lastwagen, aber auch Motorräder immer mehr an die Bedürfnisse im unbefestigten Gelände anzupassen. Rasch wurde allen Beteiligten klar, dass dies nur mit kompromisslos angepassten Fahrzeugen möglich war und so entstand bei Mercedes-Benz ab 1938 der leichte Geländesportwagen Typ 170 VS. Bereits im Februar 1938 sollen erste Testfahrten absolviert worden sein. An der `10. Mittelgebirgsfahrt` standen sie schließlich genauso am Start, wie auch bei der erstmalig veranstalteten `Deutsche Alpenfahrt`. 

Der zweisitzige 170 VS basierte auf der 1936 vorgestellten Baureihe 170 V - werksintern als W 136 geführt. Demzufolge war der 4-Zylindermotor vorne eingebaut. Im Fall des VS kam ein auf 2,2 Liter vergrößerter Motor zum Einbau, dessen Leistung mit 50 PS angegeben wurde. Mit seinem Gewicht von 1.000 kg erreichte der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von annähernd 110 km/h. Doch diese war bei denen auf das Passieren von schwerem Gelände ausgelegten Wettbewerben nur zweitrangig. Vielmehr ging es darum, passabel und schnell über Stock und Stein zu kommen und da war eine erstklassige Federung ein sehr wichtiges Argument. Diese bekam der VS im Werk spendiert und auch größere Räder gegenüber der Serienfertigung trugen wesentlich dazu bei, die Sektion auf unbefestigtem Grund gut zu meistern. 

Im schwäbischen Werk wurden von dem 170er-Geländesportler insgesamt 10 Exemplare aufgebaut - zusammen mit der Version des 230 SV ergab sich die Stückzahl von 30 Fahrzeugen. Zum sportlichen Einsatz kamen die Fahrzeuge auch noch im Jahr 1939, bekanntermaßen ließ jedoch der aufziehende Zweite Weltkrieg den motorsportlichen Wettkampf immer mehr in den Hintergrund rücken. Was danach mit den Gelände-Roadster geschah, ist im Dunkel der Geschichte verloren gegangen, nachweislich gelangte einer davon nach Kriegsende in die USA und wurde dort vor wenigen Jahren restauriert.

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