Viel Mühe, kein Erfolg
1955 gab es in der CSSR aus dem Ministerium für Automobilindustrie grünes Licht für den Aufbau eines Nutzfahrzeugs, das die Attribute geräumig, leicht und modern zu erfüllen hatte. Der zukünftige Van sollte eine Tragfähigkeit von 950 kg haben, die Höchstgeschwindigkeit musste annähernd 100 km/h betragen und der Verbrauch sollte sich auf circa 10 Liter Benzin für 100 Kilometern beschränken.
Mit diesen Eckdaten wurde der erste Versuchsträger im Hause Škoda aufgebaut, der hausintern unter der Typenbezeichnung S 979 geführt wurde. Ab März 1956 entstand der Kleintransporter auf dem Zeichenbrett und bereits sechs Monate später konnte er als Prototyp unter realen Bedingungen gefahren werden. Die Arbeiten wurden in den beiden Werke Mladá Boleslav und Vrchlabí ausgeführt. Von der Optik her wirkte der Van keineswegs attraktiv. Dem Kleintransporter haftete - aus heutiger Sichtweise - der Hauch eines sozialistischen Fahrzeugs an, der durch seine pessimistisch dreinblickende Front mit der unglücklich farblich abgesetzten Hervorhebung und dem verchromten Kühlergrill mit den beiden Scheinwerfern kein glückliches Gesicht bot.
Es kann angenommen werden, dass gerade diese Optik auch den maßgeblichen Herren nicht gefiel und der kleine Van wohl auch deswegen keine Erlaubnis für einen Serienbeginn bekam. Ob es noch andere Kritikpunkte an diesen ersten Prototypen gab, ist nicht überliefert, die Front gehörte jedoch dazu, denn schon bei der nächsten Version wurden die Scheinwerfer und die gesamte Partie weitaus kräftiger nach vorne ausmodelliert.