Als ein Reserverad zum Eyecatcher wurde!
Mit dem Einzylinderviertaktmotor 8 CV und dem Zweizylinderantrieb12 CV begann ab 1903 bei `Grégoire et Cie` die Automobilfertigung. Bereits im zweiten Jahr wurde die Antriebspalette durch den Vierzylinder 20 CV ergänzt, wodurch die Ausrichtung der Fahrzeuge eindeutig in Richtung Luxus tendierte.
Das Gespür für den jungen, aber im stetigen Wachsen begriffenen Automobilmarkt schien Jean-Pierre Grégoire Recht zu geben, denn er fand genügend Abnehmer, um sich am französischen Markt zu etablieren.
Im Jahr 1907 änderte sich die Firmenbezeichnung in `Automobiles Grégoire` und auch in Poissy machte sich der allgemeine Trend bemerkbar, die Karosserien nicht mehr im eigenen Haus, sondern bei Fremdanbietern fertigen zu lassen. Dies brachte Grégoire zur Zusammenarbeit mit der Karosseriefirma `Alin & Liautard`.
Um 1909/10 modellierte das Karosserieunternehmen eine Limousine für das Werk aus Poissy, das eine sehr rundliche Form prägte, dessen Heck an den unteren Teil eines waagerechten Tropfens erinnerte. Im Januar 1911 wurde in der französischen Zeitschrift „Omnia“ eine weiterentwickelte Variante vorgestellt, die eine ganz markante Änderung ins sich barg - am Heck trugen die Rundungen eine Ausbuchtung. Dieses Blechteil diente lediglich als Abdeckung, konnte geöffnet werden und dann kam ein Reserverad aus der Fahrzeugtiefe heraus! Der Kniff mit dem Ersatzrad im Heck schien in der Ära kurz vor dem Ersten Weltkrieg sehr bemerkenswert gewesen zu sein, denn es gab einige Ablichtungen davon in der Fachpresse und dies zu einer Zeit, wo die Drucktechnik von Fotografien noch in den Kinderschuhen steckte.