1932 Porsche Wanderer Typ 8 Urach von Reutter

Artikel-Nr.: Autopioneer 10

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Eine etwas ungewöhnliche deutsche Symphonie: Porsche – Wanderer - Reutter

 

Ende 1930 gründete Dr.-Ing. h.c. Ferdinand Porsche ein eigenes Konstruktionsbüro in Stuttgart. Dieses wurde am 25.04.1931 im Handelsregister eingetragen. Aus den Eintragungen im Verzeichnis der Konstruktionsaufträge von Porsche geht hervor, dass die ersten sechs Positionen (Typ 1 – Typ 6) frei gelassen wurden. Dies wurde bewusst so gemacht, so dass beim Auftraggeber nicht der Eindruck entstehen zu lassen, dass seine Aufträge die ersten seien, die Porsche erhielt. Die Eintragungen Typ 7: Fahrgestell 1,86 Liter; Typ 8: Fahrgestell 3,25 Liter; und Typ 9: Fahrgestell 3,25 Liter mit Kompressor zeigen Wanderer als ersten Kunden von Porsche. Geschicktes Marketing oder doch ein bisschen Schummeln? Jeder kann dies selber beurteilen.

 

Verantwortlich für die Karosseriegestaltung des Typ 8 bei Porsche war Erwin Komenda. Insgesamt gab es zwei leicht unterschiedliche Prototypen des Typ 8: Die Stromlinienkarosserie, welche später von Professor Porsche selber gefahren wurde, und eine Limousine mit einer etwas konventionell gestalteter Karosserie. Beide Karosserien wurden bei Reutter in Stuttgart 1932 fertig gestellt. 

 

Die Stuttgarter Karosseriewerk Reutter & Co. GmbH war in Stuttgart ansässig und wurde 1906 gegründet. Zum 1. Dezember 1963 wurde das Karosseriewerk in Zuffenhausen an Porsche verkauft.  Nach 58 Jahren endete somit die Firmengeschichte des Stuttgarter Karosseriewerks Reutter und Co. GmbH – und das erste Kapitel der neuen Firma RECARO (abgeleitet von REutter CAROsserie) wurde aufgeschlagen. Heute ist Recaro ein Weltunternehmen für Auto und Flugzeugsitze und vieles mehr. Porsche ist heute noch ein Kunde von RECARO.

 

Im Reutter-Verzeichnis wurde der Typ 8 unter der Nummer 3374 mit dem Namen Wanderer Urach-Limousine geführt. Innerhalb des Wanderer-Verzeichnisses wurde der Typ 8 nur Typ 8 benannt. Er bekam keine übliche Wanderer-Bezeichnung. Porsche entwickelte auch den Achtzylinder-Motor des Typ 8. 

 

Im Jahre 1932 übernahm die Auto  Union die Wanderer-Werke. Innerhalb der Auto Union AG war Horch der Bau und Verkauf großer Wagen übertragen worden. Wanderer erhielt die Aufgabe des Baues von Mittelklassewagen. Somit passte ein Wanderer-Automobil mit einem Achtzylinder-Motor nicht mehr zu der gewünschten Wanderer-Modellpalette. 

 

Ferdinand Porsche hatte seine Entwicklungsaufgabe erfüllt. Wanderer jedoch schuldete ihm noch Geld. Es wurde sich darauf geeinigt, dass der Stromlinienwagen als Bezahlung verrechnet wurde. Zudem erhielt Porsche weitere Entwicklungsaufträge der Auto Union. Ferdinand Porsche fuhr den Stromlinienwagen Typ 8 noch mehrere Jahre als Privatwagen. Über den Verbleib dieses wunderbaren Einzelstückes ist leider nichts bekannt. 

 

Somit war der Typ 8 der erste Auftrag für Porsche nach der Gründung seines Konstruktionsbüros und der erste und gleichzeitig der letzte Achtzylinder-Motor von Wanderer.

 

Sehr lesenswert ist das Buch aus dem Delius Klasing Verlag: Stuttgarter Karosseriewerk Reutter – Von der Reform-Karosserie zum Porsche 356 (ISBN-Nr. 978-3-7688-1829-2).

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