Horch 830BL Woody 1938


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Horch 830BL Woody 1938

Artikel-Nr.: Autopioneer 07

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Holzklasse kann auch Luxus sein

Autofahren war purer Luxus und nur einer relativen kleinen Oberschicht vorbehalten. Die Marke Horch stand für Luxuswagen höchster Güte, und dann ein Horch Woody? Wie verrückt ist das denn?!? 1938 wurden in Deutschland 382.000 Autos (heute: 6 Mio.) produziert und ca. 1,3 Mio. Pkws (heute: 45 Mio.) waren registriert. Die Kosten für einen Horch beliefen sich 1938 zwischen 10.000 und 14.000 Reichsmark (1 Reichsmark entspräche heute 3,70 Euro). Für diesen Betrag  konnte man sich damals eine Villa kaufen! Der durchschnittliche Lohn in Deutschland lag 1938 bei 165 RM pro Monat. Diese wenige Zahlen helfen die Wertigkeit des Horch 830BL Woody einzuordnen.

Der Horch 830 ist ein Pkw der Oberklasse mit Achtzylinder-V-Motor und Hinterradantrieb, den die zur Auto Union gehörende Marke Horch auf der 23. Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung im Februar 1933 in Berlin als Nachfolger des Typs 430 vorstellte. Eine stetige Weiterentwicklung über den 830 B (1935 – 40) und den 830 BK führte zum 830 BL mit 3,8 Liter Hubraum und 92 PS. Damit war der "kleine" Horch dem Mercedes 320 deutlich überlegen. Die V8-Baureihe wurde mit der Stückzahl von insgesamt 9.571 Exemplaren zum erfolgreichsten Modell von Horch. 

In der uns bekannten Fachliteratur wird der Farmerwagen (Kombinationslimousine, oder auch Camp- und Kolonialwagen bezeichnet) auf dem Chassis des Wanderer Typ W23 als erster deutscher /europäischer Woody genannt. Der Wanderer war als reines Exportmodell für südliche Länder gedacht und der einzige Prototyp war 1941 fertig. Während des Krieges wurde dann aber die Weiterentwicklung gestoppt. Wie dem auch sei, der Horch 830BL Woody von 1938 scheint somit der erste deutsche/europäische Woody zu sein! Er wurde von F.M. Tarbuk in Wien karosseriert. Zudem ist uns nicht bekannt, dass es einen deutschen Vorkriegs-Woody als Modellauto in 1:43 gibt. Somit wäre unser Autopioneer-Modell Horch 830BL Woody 1938 das erste Vorkriegs-Woody-Modellauto in Deutschland!  

F.M. Tarbuk & Co., später Tarbuk Cars & Cie., war ein österreichisches Fahrzeughandels- und Werkstättenunternehmen. Das Unternehmen wurde im Jahr 1920 durch den Offizier Fritz Tarbuk in Wien gegründet. 1928 übernahm Tarbuk die Generalvertretung für Horch, Zwickau. Bis Ende der 1980er Jahre expandierte das Unternehmen stark, beschäftigte schließlich 1000 Mitarbeiter und zählte zu den 60 umsatzstärksten Firmen Österreichs. 1992 wurde die Gruppe zur Tarbuk AG umfirmiert. 2007 wurde das Unternehmen liquidiert. Mehr als 80 Kfz-Marken wurden von Tarbuk in 87 Jahren vermarktet, x-mal die Standorte verlagert und selbst die Wirren des 2. Weltkrieges konnten dem Unternehmen nichts anhaben. Laut Langzeitprokurist Walter Priglhuber: „Der Todesstoß der Firma war die Uneinigkeit der Eigentümer“.

Heute befindet sich der restaurierte Horch 830BL Woody 1938 im EFA-Automuseum in Amerang.

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