1934 Mercedes-Benz 500K Deutschlandfahrt

Artikel-Nr.: ATC 07019

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Der feudale Auftritt

Auch wenn dem Anschein nach die im Jahre 1933 erstmals organisierte Langestreckenfahrt mit dem selbsterklärenden Namen „2000 km durch Deutschland“ als sportlicher Wettbewerb ausgerufen wurde, so stand der eindeutige Gedanke dahinter, diese als Demonstration der Leistungsfähigkeit der deutschen Fahrzeugindustrie zu sehen. Für die 1934er Auflage wurde das Event unter die Leitung von Korpsführer Adolf Hühnlein gestellt und die Industrie motiviert, ihr Engagement zu verstärken. Bekannt ist in diesem Zusammenhang vor allem das sportliche Debüt des neuen Mercedes-Benz Typ 150 mit sechs Fahrzeugen.

 

Doch dieser Auftritt war dem schwäbischen Unternehmen noch nicht genug. Ebenfalls insgesamt sechs als `Fabrikwagen` bezeichnete Autos wurden für die Langstreckenfahrt im Unternehmen auf Basis des neuen `Typ 500 mit Kompressor` aufgebaut. Der Aufwand, die Fahrzeuge der Langestreckenfahrt anzupassen konzentrierte sich an die Anpassung der Karosse für die teilweise doch sehr sportlich forsche Fahrweise der Fahrzeuge, für die der neue 500er Mercedes-Benz eigentlich nicht ausgelegt war. Von den eingesetzten K 500 mit Kompressor gab es sowohl eine Cabriolet-, als auch eine Sportvariante mit geschlossenem Aufbau. Diese Coupé-Version findet sich unter der Begrifflichkeit `Sport-Roadster` in der Literatur wieder und wurde von dem jungen Rudolf Uhlenhaut aufgebaut. 

 

Der Aufbau der karossierten 500er umfasste neben dem stromlinienförmigen Kabinenaufbau auch verschiedene kleinere Änderungen gegenüber dem Serienmodell. Am aufwändigsten erwies sich jedoch der geschlossene Aufbau, dessen aerodynamische Linienführung wohl auf einer Mischbauweise aus Stahl und Holz basierte. Sehr ästhetisch wurde der hintere Bereich gestaltet, der ein kleines Klappfenster aufwies und eine formschöne Abdeckung die das Reserverad verbarg. Wie das Abschneiden im schwäbischen Werk interpretiert wurde ist nicht überliefert, genauswenig, was aus den Kompressor-Wagen geworden ist. Einzig gesichert ist, dass keiner der Wagen bis heute - wissentlich - überlebte.

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