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Wartburg-Mercedes 170V

Artikel-Nr.: ATC 05033

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Überlebende in neuem Gewand

 

Als sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs immer weiter der `Eiserne Vorhang` zuzog und in der noch jungen DDR die letzten überlebenden Fahrzeugrelikte der 1930er Jahre ihren Geist nach und nach aufgaben, überzog die vom Staatssystem gewollte Einheitswelle immer weiter das Land. Für die Personenwagen hieß dies, dass der erstmals 1955 produzierte, zweitaktende Wartburg 311 zum Topmodell avancierte. Unabhängig von den politischen Vorgaben und den staatspolitischen Zielen waren auch noch die letzten Exemplare Mercedes des 170 V im Einsatz. Das Besitzen eines jener Mercedes Modelle wurde mit zunehmendem Fortschritt der Sozialisierung zum immer höher gestellten Prestigewert.

 

In dem privat geführten Werkstattbetrieb der Familie Schwarze in Görlitz keimte die Idee, den 170 V in einem neuen Gewand ein neues Leben zu generieren. Mit viel handwerklichem Geschick und Improvisationskunst passten die versierten Blechhandwerker die Front eines 170 V-Aufbaus in die Karosserie des Wartburg 311 ein. Größtes Augenmerk galt dabei der exakten Integration des markanten Mercedes-Kühlers, der für seine neue Verwendung jedoch gekürzt werden musste. Den Beschäftigten im Unternehmen Schwarze muss dabei auch heute noch attestiert werden, dass sie diese Mischung für ihre begrenzten Verhältnisse sehr gekonnt umsetzten. Unter der Fronthaube arbeitete weiterhin der originale 1,7 Liter große Viertakter aus dem Mercedes 170 V. Auch hier dürfte viel Erfindungsgeist notwendig gewesen sein, um den damals schon betagten und mit vielen Kilometern gelaufenen schwäbischen Antrieb ein neues Leben einzuhauchen. Mit seinen 38 PS bei 3.200 U/min war der westdeutsche Motor so stark wie der moderne Wartburg-Antrieb, doch bekam der Fahrer die Pferdestärken eben hier aus vier Takten und nicht aus zwei serviert! Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 110 Km/h entsprach der Personenwagen-Mix durchaus den Fahrwerten der damaligen Zeit. Der privat ausgetüftelte Umbau fand ab 1956 vor allem Abnehmer im Görlitzer Taxifahrerbereich.

 

Wie viele derartige Umbauten das Karosseriebauunternehmen Schwarze letztlich fertigte, ist offenbar nicht genau überliefert. Während manche literarische Quelle die Zahl 20 nennt, wissen andere von `mindestens drei Dutzend`. Der Zeitraum der privaten Umbauaktion reichte bis an die Schwelle der 1960er Jahre. 

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