BMW 328 Stromlinien-Versuchswagen 1937

Artikel-Nr.: ATC 04028

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Zwischen Politik und Wirtschaft

 

Im Zuge der 1930er Jahre stieg Ing. August Rostberg - Generaldirektor und Aktionär der `Wintershall AG` - zu einem der reichsten Wirtschaftsmänner des Deutschen Reichs auf. Sein Sohn Heinz, 1904 geboren und promovierter Kaufmann, genoss sein Leben unter derart finanzieller Unabhängigkeit, dass er sich im Januar 1938 bei der Bayerischen-Motoren-Werke AG ein Fahrwerk mit Motor des Typs 328 bestellte.

 

Der 34jährige Sprössling hatte etwas ganz Besonderes damit vor. Er bekam den Wagen über den Kasseler Händler `Motorwagen` aus dem BMW-Werk in Eisenach angeliefert, von wo er aus offenbar direkt an das renommierte Karosseriebauunternehmen `Wendler` nach Reutlingen überführt wurde. Die Reutlinger Firma mit ihren knapp 100 Beschäftigten realisierte dabei mehrfach Entwürfe von Freiherr Reinhard Koenig-Fachsenfeld, der sich als ausgewiesener Spezialist im Bereich strömungsgünstiger Karosserien in jenen Jahren einen guten Namen machte. Für den BMW 328 Unterbau zeichnete er ein sehr gefälliges, von starken Rundungen geprägtes Erscheinungsbild, dessen markanter Blickfang drei Frontscheinwerfer waren. Etliche Lufteintrittsöffnungen und fehlende Stoßstangen kennzeichneten weiterhin die vordere Optik. Der neu verkleidete BMW 328 wurde schließlich von Dr. Heinz Rostberg übernommen, doch er konnte sich - kriegsbedingt - nicht mehr lange daran erfreuen. Nach dem Krieg fand sich der Wagen in Frankreich, wo er durch verschiedene Hände ging und schließlich auf einer Retromesse im Jahre 1976 der Öffentlichkeit bekannt wurde. Dort wurde der BMW „neu entdeckt“ und ein deutscher BMW-Kenner ließ noch vor Ort einen Kaufvertrag abschließen und eine Anzahlung hinterlegen. Die große Hoffnung, den einmaligen BMW 328 bald zu besitzen, zerschlug sich jedoch schon bald, da sich auf einmal der französische Staat in die Sache mischte und den Export nach Deutschland untersagte! Womöglich führte gerade diese Entscheidung der Franzosen dazu, dass sich nun auch in Deutschland, insbesondere in Bayern, Politiker dazu berufen fühlten, sich dem BMW anzunehmen. Auch hier gerieten die Hintergründe nicht ans Tageslicht und vor allem wurden die Strippenzieher nicht bekannt, auch wenn an der einen oder anderen Stelle der Namen des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten - Franz-Josef Strauß - fiel! Fakt war jedoch, dass sich der 328er BMW im Jahre 1978 auf einmal im Besitz des Deutschen Museum in München befand und er sich auch heute noch dort befindet!

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