1935 FRM Stromlinie Jaray

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Als große Pläne scheiterten

 

Treibende Kräfte hinter der in der ersten Hälfte der 1930er Jahre ins Leben gerufenen Firmengründung von FRM waren die Herren Stefan Fischer und Otto Reimann. Ausgeschrieben stand dieses Kürzel für `Fischer Reimann Motoren`. 

Stefan Fischer brachte sein technisches Wissen mit in die Firma ein, das er in erster Linie seinem Studium der Formgebung von Fahrzeugen verdankte. Über diesen Interessenszweig wurde er mit dem Schweizer Paul Jaray bekannt, der in Stefan Fischer offenbar ein vielversprechendes Talent sah. Kaufmann Otto Reimann erkannte, dass es einer kräftigen finanziellen Spritze bedurfte, um eine Fabrik zu gründen. Die beiden Männer konnten das Bankhaus IG Selig von ihren Plänen überzeugen und sie bekamen das notwendige Kapital zur Verfügung gestellt. Sieben Männer fanden bei FRM zunächst eine Anstellung und widmeten sich dem Aufbau des ersten Prototyps. 

Im Jahr 1935 wurde der Versuchsträger auf die Räder gestellt und die Herren waren gegen Jahreswende soweit zufrieden damit, dass ab dem Frühjahr 1936 längere Testfahrten - unter anderem auch nach Berlin - möglich waren. Eine der ersten Fahrten führte Stefan Fischer in die Schweiz zu Paul Jaray, vermutlich um den Meister der Fahrzeugaerodynamik und wohl auch Mentor von Stefan Fischer, den Wagen vorzuführen.

Aus technischer Sicht stand vermutlich nicht mehr viel im Wege, um die Fertigung aufzunehmen, doch die politische Entwicklung jener Jahre wurde immer mehr zum entscheidenden Faktor. Stefan Fischer war Jude und er entschloss sich schließlich 1938 seinem Land den Rücken zu kehren und nach Großbritannien zu flüchten.

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