Adler Diplomat Stromlinie Autenrieth


Adler Diplomat Stromlinie Autenrieth

Artikel-Nr.: AC 04021

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Der verschollene Lebenslauf

 

Die Firma Autenrieth, im Jahre 1912 durch Georg Autenrieth gegründet, avancierte zu einer der ganz großen Karosseriebetriebe in Deutschland. In großen Lettern stand der Firmenname „Darmstädter Karosseriewerke G. Autenrieth“ am Gebäude in Darmstadt zu lesen und bis zu 400 Mitarbeiter fanden hier in den besten Zeiten ihren Lohn. In erster Linie übernahm die Darmstädter Firma die komplette Fertigung der serienmäßigen Aufbauten für die Falcon Werke AG von 1921 bis 1926 und der Röhr-Auto AG bis zu deren Konkurs im Jahre 1935.

 

Es zeigte sich aber auch binnen kurzer Zeit, dass die hauseigenen Gestalter eine sehr glückliche Hand in der Formgebung von außergewöhnlichen Autos besaßen. BMW gehörte genauso in den 1930er Jahren zur Kundschaft, wie auch die individuelle Fertigung diverser Unikate auf Basis von Trumpf und Standard-Chassis. Ab 1935 wurde dieser Kreis von erlesenen, eigens auf die Räder gestellten Einzelstücken immer aufwändiger und kostspieliger. Um 1937/38 hatte sich aus dieser Karosserielinie offenbar eine Form entwickelt, in der sowohl das damals überaus beliebte Thema der Stromlinienführung, als auch die Anpassung an exklusive Fahrzeugtypen umgesetzt werden konnte. Aus den Jahren 1937/38 ist bekannt, dass ein – leider nicht bekannt gewordenem – britischen Geschäftsmann einen Wagen in Auftrag gab, der für den Unterbau eines Adlers eine luxurösen Aufbau für rasantes Fahren haben wollte. Nach überlieferten Angaben hatte das Adler-Unikat damals einen Verkaufspreis von heute umgerechnet 128.000,- €. Es ist nicht bekannt, ob der Geschäftsmann von der Insel seinen Wagen jemals in die Hände nahm, so wie überhaupt ebenfalls keine Erkenntnisse über den späteren Verbleib überliefert sind. Einzig als gesichert gilt, dass der noble Wagen in einen schweren Unfall verwickelt war, bei dem die vordere linke Radabdeckung verloren ging und die Abdeckung des Hinterrades stark verbeult wurde.

 

Hintergründe dazu gingen genauso verloren, wie der komplette Lebenslauf des wunderschönen Stromlinienwagens, der angeblich bis zu 170 km/h schnell gewesen sein soll.

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