Schlörwagen mit Turbinenantrieb


Schlörwagen mit Turbinenantrieb

Artikel-Nr.: AC 04020

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Zügellos

 

Karl Schlör montierte mitten im Zweiten Weltkrieg eine exorbitante Turbine an seinen Versuchswagen. War sein Wagen ohne angebauten Propeller mit dem 38 PS Serienmotor des Mercedes-Benz 170 H knapp 135 Km/h schnell, so mag es auch heutzutage kaum vorstellbar sein, welches Tempo das Auto mit den zusätzlichen 130 PS der Turbine erreicht hätte oder gar hatte!

 

Vermutlich ist Karl Schlör zumindest einmal mit der Zusatzleistung des erbeuteten russischen Triebwerks gefahren, doch bis in unsere Tage hat hierzu keine Aufzeichnung überlebt. Falls eine Fahrt jemals stattfand, so dürfte sie bei voller Kraftentfaltung des Zusatzantriebes den aerodynamisch durchaus sehr ausgefeilten Wagen doch sehr stark an seine mechanischen Grenzen gebracht haben – zumal auch die Hecklastigkeit durch den schweren Anbau die Vorderpartie stark entlastete und sich dies auf die Fahreigenschaften äußerst negativ auswirkte. Ob sich das Fahrzeug überhaupt noch bei Geschwindigkeit jenseits von 160 km/h oder vielleicht sogar noch schneller, beherrschen ließ, sei dahingestellt. Aus dieser Überlegung heraus bleibt ungesichert, was genau Karl Schlör mit dem Anbau des voluminösen Propellers erreichen wollte.

 

Der 1911 geborene Ing. Karl Schlör von Westhofen-Dirmstein orientierte sich beim Bau seines Versuchswagens an Flügelkonstruktionen von Flugzeugen. In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre formte der blaublütige Adlige seine Karosserie aus Aluminium über die Bodengruppe eines Mercedes-Benz 170 H. Sein damit vorgelegter Beweis, dass seine stromlinienförmige Tropfenform einen durchschnittlich 30-prozentig geringeren Benzinverbrauch als ein käuflicher Mercedes 170 H erreichte, konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sein Ei keinesfalls auf Gegenliebe stieß. Die Reaktion, die der damals 28jährige Ingenieur für sein Fahrzeug erhielt, enttäuschte ihn sehr. Betrachter attestierten dem Wagen, dass er „hässlich“ sei oder einfach „kein schönes Aussehen“ besaß. Trotzdem, dass zu dieser Zeit Diskussionen zum Thema Stromlinie durch die Autos und Forschungen von Wunibald Kamm oder Paul Jaray auch schon einer breiten Masse von Autointeressierten bekannt gewesen waren, konnte Karl Schlör mit seinem Wagen keine Akzeptanz erringen.

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