Arzens La Baleine


Arzens La Baleine

Artikel-Nr.: AC 04017

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Der Pariser Wal


Der Franzose Paul Arzens hatte ein Studium der schönen Künste abgeschlossen, galt als großes Talent dieses Genres und konnte auch seinen Lebensunterhalt durch seine Kunstarbeiten verdienen. 
 
In der ersten Hälfte der 1930er Jahre begann er sich für Automobile zu begeistern und gestaltete sich schließlich sein erstes eigenes Auto, das er im Jahr 1938 auf dem Chassis eines 1928er Buick realisierte. Der 3,5 Liter große 6-Zylinder Motor mit 68 PS Leistung trieb seinen Wagen an, der mit einer Länge von sieben Metern weitaus größer war als übliche Serienfahrzeuge. Erreicht wurde diese lange Erscheinung dadurch, dass die Karosserie vorne und hinten weit über die Räder hinausreichte. Markantes Kennzeichen der von Paul Arzens gestalteten Karosserie war die extravagante Kühlerfront. Der Blickfang an der Front lag eindeutig in der optisch dezent abstehenden mittigen „Nase“, die auf einen neutralen Betrachter sehr fremd und abstrakt wirkte. Wer hingegen genauer hinsah, der erkannte, dass hinter den feinen Metallstäben beiderseitig der mittigen Führung zwei Scheinwerfer saßen. Insgesamt ließ sich Arzens beim Design seines Wagens von einem berühmten Meeressäuger inspirieren. Die eben erwähnten Metallstreben lehnten sich offenbar optisch an die Barteln eines Wals an. Und in der Tat – wer sich mit dem Gedanken vertraut macht, dass das Maul eines Wals für die Frontpartie Pate stand, der wird zustimmend nicken, wenn er die künstlerische Freiheit in seine Überlegungen mit einbezieht. Passend zur Optik nannte Paul Arzens sein Fahrzeug auch „La Baleine“ – in deutscher Sprache, der Wal. Arzens fuhr seinen „Wal“ bis er im Alter von 87 Jahren 1990 verstarb. 
 
Sein einzigartiges Cabriolet ist heute im Museum Cité de l’Automobile Musée –National – Collection Schlumpf in Mühlhausen (Frankreich) Teil der Ausstellung.

 

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